Alles, was wir wollen

Zum IDAHOT – dem „internationale Tag gegen Homo-, Trans- und Interfeindlichkeit:

Vor einiger Zeit habe ich eine Illustrations-Anfrage einer größeren Publikationshauses für einen geplanten Themenkomplex zum Thema „trans“ bekommen.
In der Anfrage wurde mein Stil als „sehr passend für den Anlass“ und mit Aussicht auf die Titelseite gelobt.

Mein Entwurf (eine Variante der unten angehängten Bilder) stieß auf großen Gefallen und ich wurde gebeten, den Entwurf – allerdings ohne Worte – fertig zu stellen.
Mit „sähe es so nach einem aktivistischen Plakat aus.“

Gut, dachte ich mir, sagte mit unten angehängter Mail den Auftrag ab und hab dann tatsächlich lieber etwas für die Community gemacht:

Hier gehts zum Download und den Druckvorlagen:

Guten IDAHOT euch – macht, was schönes und passt auf euch auf!

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Hier meine E-mail:

Hey XXX,

danke für deine Antwort.
Ich fürchte, dann werden wir leider nicht zusammen kommen.

Mir ist meine Stimme wichtig und ich finde es durchaus problematisch mir diese von (ich nehme mal ganz stark an) cis Menschen, die XXX über trans Menschen verfassen wollen, nehmen zu lassen, damit „unser Narrativ“ leichter verdaulich ist.
Wir sind keine Asseccoires fürs „aufpimpen“ der eigenen Profilierung. Dafür bin ich mir zu schade.

Ich bin politisch. Mein Wissen ist politisch. Meine Stimme ist politisch. Meine Illustrationen sind politisch.
(Mein) trans Sein ist politisch. Ist es immer. Benannt oder unbenannt.

Euer Handeln, euer (mehrheitliches) cis Sein, eure Kontrolle über trans Stimmen (und Inhalte) ist es auch.

Meine Illustrationen, inklusive Text wären eine gute Chance für XXX gewesen, trans Narrative und Repräsentation in der Presse endlich mal in eine autonome und nicht fremd bestimmte (und meist transfeindliche) Richtung zu lenken.

Es wäre auch ein fettes Statement gewesen, politische Forderungen auf die Titelseite zu bringen.

Ich finde es schade.
Ich habe die Zusammenarbeit als grosse Chance gesehen, aber mir wird oft genug meine Stimme genommen.
Für einen Artikel, der XXX, finde ich das für mich leider nicht „in Kauf nehm- bar“.

Liebe Grüße,

Yori

 

 

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